Strategie

Strategie
Ich verfolge keine in Stein gemeißelte Strategie und bin mir sicher, dass sich meine Strategie, weil sie sich in der Vergangenheit verändert hat auch in Zukunft verändern wird.
Ich investiere seit Ende 2011 an der Börse. Der Blog wurde im Sommer 2016 gestartet, seither gibt es reglmäßige Anpassungen. Grundsätzlich:

Mein Ziel ist es, zu sparen und das gesparte Geld anzulegen um einen Vermögenszuwachs zu erreichen. Dabei sollen regelmäßig Aktien und Anleihen gekauft werden und nach Möglichkeit keine Verkäufe stattfinden (d.h. klassisches Buy and Hold).

Wesentliche Anschaffungen
In 5-10 7-10 Jahren steht eventuell der Erwerb einer Immobilie an. Ein vergleisweise neues Auto wurde im August 2017 gekauft. Das heißt mittelfristig sind keine größeren Anschaffungen geplant.

Risiko- und Assetallokation
Kling fancy, sagt aber lediglich aus, wie viel Rendite ich möchte und wie hoch meine Bereitschaft ist Risiken einzugehen,  d.h. wenn’s dumm läuft Verluste zu ertragen. Denn, Rendite kommt von Risiko.
Im Moment strebe ich die folgende Vermögensaufteilung an

  • 10-15% Tagesgeld hab ich seit 2 Jahren nie erreicht. Dadurch, dass ich monatlich ein solides Einkommen erhalte und keine weiteren Verbindlichkeiten habe, reicht mir ein Puffer auf dem Girokonto plus ca. 5% Tagesgeldkonto
  • 85-90% Depot eher 95%
    • davon 70% in Aktien-ETF, macht ca. 66% der Gesamtsumme
    • 30% in Anleihen-ETFs, macht 28% der Gesamtsumme

Einen Tagesgeldpuffer von 15-20% habe ich die letzten Jahre nie erreicht. Ich versuche auf dem Girokonto einen Puffer einzuhalten und ca. 5% auf einem Tagesgeldkonto zu parken. Mehr brauche ich nicht.

Das langfristige Ziel ist, mit dem Anleihen-Anteil des Depots einen Teil der monatlichen Fixkosten zu erwirtschaften (z.B. Miete).

Grundsätzliches zur Allokation
Tagesgeld zähle ich zur Risikoklasse 1 und Aktien-ETFs zur Risikoklasse 3 (höheres Risiko und deshalb höherer Gewinn möglich). Anleihen ETFs von gut bewerteten Staaten, d.h. Staaten mit hoher Bonität, wie z.B. Deutschland oder die USA, werden häufig zur Risikoklasse 2 gezählt. Da ich aber in Schwellenlandanleihen investiert bin zählt das eher zur RK 3. Rendite kommt von….genau, Risiko. Weiter hat die Vergangenheit gezeigt, dass Schwellenlandanleihen häufig positiv mit den Aktienkursen korrelieren und eben nicht die gewünschte negative Korrelation zeigen. Ob Anleihen aktuell überhaupt noch eine negative Korrelation zu Aktien zeigen sei einmal dahingestellt. Deshalb möchte ich das Bar-Vermögen auf dem Tagesgeldkonto nicht zu klein werden lassen.
Meine Überlegung dahinter ist, dass Anleihen von Staaten hoher Bonität aktuell praktisch keine nennenswerten Erträge erzielen. Weiter war die Überlegung, globaler investiert zu sein: Mein Aktien-ETF auf den MSCI World investiert nur in entwickelte Länder. Mit dem ETF auf die Schwellenland-Anleihen investiere ich breiter/globaler. Gut diversifiziert sind beide. Im August 2018 kam noch ein Aktien ETF auf die EM-Markets hinzu.

Die Rendite bei dieser Aufteilung kommt in erster Linie von den Aktien, dann von den Anleihen. Die Sicherheit gibt mir das Tagesgeldkonto. Viele Autoren und Anleger machen das anders: Sie empfehlen Staatsanleihen 1. Klasse oder Festgeld/Pfandbriefe. Auch gut.

Unterm Strich ist das eine sehr offensive Aufteilung, weil eben der Anleihen-Anteil volatil ist und ich vergleichsweise wenig in sicherem Tagesgeld geparkt habe. Ich weise deshalb darauf hin, dass diese Aufteilung auf keinen Fall für jeden Anleger empfehlenswert ist. Vielleicht würde ich sie nicht einmal mir selbst empfehlen.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt: Bei disziplinierter Durchführung und grundsätzlich vernünftigen Überlegungen hängt die Performance der eigenen Geldanlage in aller Regel von der Allokation (was parke ich wo) der investierten Geldbeträge ab und nicht von einzelnen Finanzprodukten. Das heißt, langfristig ist eher wichtig wie viel (prozentual) Aktien/Anleihen und Tagesgeld ich habe und nicht ob ich 0,1% bei der TER von ETF XY spare oder 0,3% mehr Zinsen auf dem Tagesgeldkonto der Bank ABC kassiere.
Dies bedeutet letztlich: Wenn ich mehr Performance möchte muss ich den Aktien-Anteil im Depot erhöhen und nicht etwa in riskante Unternehmensanleihen investieren, solange der Anleihen-Anteil für die Stabilität im Depot sorgt. Das gilt natürlich auch umgekehrt: Will ich mehr Sicherheit, sollte ich nicht in „langweilige“ Aktien investieren sondern grundsätzlich weniger riskante Finanzprodukte wie z.B. AAA- Staatsanleihen erwerben oder meinen Bar-Bestand erhöhen.

Die aktuell Performance des Portfolios findet man unter Mein Depot.