Die Hälfte verkauft

Nach vielen Monaten der Blog-Abstinenz und elternzeitbedingt ausreichend freier Zeit, schreibe ich, was mich die letzten Monaten beschäftigt hat und was es im Depot neues gibt.

Mitte November habe ich die Hälfte meines Depots liquidiert. Das hatte einen einfachen Grund: Zur Finanzierung unserers Einfamilienhauses ist Geld notwendig. Rückblickend war es ein teurer Fehler, so viel liquidiert zu haben. Denn die Bank hätte wohl auch das Depot als Eigenkapital angesehn und wir hätten gar nicht so viel gebraucht. Es gibt eine Art Abschlag, zumindest bei unserer Bank. Man sagt, man hat so und soviel Euro Eigenkapital, muss dann aber gar nicht alles einsetzen, es reichen ca. 70-80%. Dann kann man auf das Fremdkapital zugreifen.
Der Verkaufszeitpunkt war von Sorge geprägt, mit den ansteigenden Corona-Zahlen könnten die Märkte zum Jahresabschluss nochmal kräftig nachgeben. Das wäre sehr teuer geworden. Mit Kind und Hausbau wollte ich auf Nummer sicher gehen. Rückblickend war der Verkaufszeitpunkt schlecht. Ich hätte wesentlich länger drinbleiben können.
Geblieben ist mit nur noch der Vanguard All-World ETF und vorerst wird es damit langweilig im Depot bleiben. Ich habe mir vorgenommen bis zum Abschluss des Bauprojektes wenig bis gar nichts zu investieren um liquide zu bleiben.

Lange habe ich überlegt ob ich nicht alles verkaufen soll, mich letztlich aber dagegen entschieden, obwohl das im Moment im Klartext heiß, dass ich gehebelt investiert bin, also auf Kredit investiere. Mehr Eigenkapital hätte keine besseren Zinsen mehr ermöglicht. Sollte ich mich im Verlauf unwohl mit der Kreditsumme fühlen, kann ich mit dem Depot Sondertilgungen durchführen. Außerdem fühlt es sich in der aktuellen Planungsphase, in der entsprechende Kostenschätzungen des Architekten noch sehr ungenau sind, gut an, einen Puffer zu haben. Auch in der Kreditsumme selbst ist bereits ein Puffer eingerechnet, sodass ich optimisisch bin, dass wir nicht nachfinanzieren müssen.
Aktuell warten wir aufgrund zahlreicher nachzuliefernder Dokumente (man muss sich wirklich finanziell entblössen und das trotz sehr komfortabler Finanzierungsituation) immer noch auf die Kreditzusage.

Die Konditionen sind gut: 0,8% auf 20 Jahre bei gut 3% Tilgung, 5% kostenlose Sondertilgungen p.a. sind inklusive. Zudem ein KFW-Kredit mit soliden Zuschüssen, die eine Negativverzinsung über die Zinsbindung von 10 Jahren möglich machen. Die Finanzierungskosten sind also gering. Jetzt müssen wir nur noch im Budget bleiben.

2 Gedanken zu “Die Hälfte verkauft

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