Rückblick 2019

Rekorde überall
Es war finanziell ein sehr erfolgreiches Jahr. Ausgehend vom Gesamtvermögen Ende 2018 konnte mit Kursgewinnen und Sparraten ein Vermögenszuwachs von 35% erreicht werden. Das ist komplett Banane. Besonders im vierten Quartal gab es durch die Kursentwicklungen einen starken Vermögenszuwachs. Bereits im Juli wurde meine Zielvorgabe für das Depot erreicht. Am Zuwachs haben Sparleistung und Kursgewinne in etwa den selben Anteil.

Die Depotperformance lag irgendwo zwischen 20 und 25% p.a., was natürlich auch den Kursabschlägen Ende 2018 zuzuschreiben ist. Zudem habe ich so viel wie noch nie in das Depot einzahlen können. Die Sparrate betrug wie im Vorjahr rund 40%, ich habe jedoch mehr verdient.
Die Ausschüttungen des Depot sind übersichtlich, vor allem nach Abzug der Steuern. Es ist unglaublich kapitalaufwändig abseits von Hochzins-Investments relevante Netto-Ausschüttungen zu erzielen.

Das Wachsen meines Depot ist natürlich erfreulich, der Einfluss auf meinen Alltag  ist jedoch überschaubar. Das Glück das vom Geld herrührt wärt nur kurz.
Ich habe im vergangenen Jahr deutlich weniger Finanzlitaratur oder Finanzblogs gelesen als noch in den Jahren zuvor und auch hier habe ich weniger geschrieben, weil es schlicht nicht viel Relevantes gab.

 

Was 2020 ansteht
Der Verkauf von Auto 2. Geplant ist, die freiwerdenden Mittel wieder in Schwellenlandanleihen und möglicherweise einen kleinen Teil Gold umzuschichten. Somit sollte sich die Ausschüttungsrendite des Depots etwas verbessern. Durch den hohen Aktienanteil und die sehr geringe Auschüttungsquote des Vanguard All World von nur rund 1,8% wird es jedoch bei 3% Brutto-Ausschüttungen im Gesamtdepot bleiben.

Ich werde sicher weniger verdienen als noch 2019. Ziel bleibt es, zwischen 30 und 40% des Nettogehalts ins Depot zu packen. Das Gesamtvermögen sollte sich bei einer angepeilten Gesamtrendite des Portfolios von 5% und entsprechender Sparrate um ca. 15% erhöhen.

Ich rechne erneut mit steigenden Kursen 2020, jedoch nicht mehr so heftig wie 2019. Es ist klar, dass es in den kommenden Jahren zu einer deutlichen Kurskorrektur kommen muss. Viele Unternehmen und Staaten sind hochverschuldet und halten sich nur noch durch niedrige Zinsen am Leben. Die Kapitalmärkte haben sich in vielen Teilen von der Realwirtschaft entkoppelt. Ein Ende der niedrigen Zinsen sehe ich für das kommenden Jahre jedoch noch nicht und somit auch keinen kurzfristigen Crash. Dennoch macht es möglicherweise Sinn etwas Bargeld beiseite zu schaffen.

 

Was beschäftigt mich
Als Betroffener die Besorgnis erregenden Entwicklungen in unserem Gesundheitssystem mit Personal/Fachkräftemangel und chronischer Unterfinanzierung in praktisch allen Bereichen. Die Probleme sind seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten bekannt und werden kontinuierlich gravierender. Hier sehe ich durch politische Entscheidungsträger massive Versäumnisse und angesichts der Systemkomplexität und der Vielfalt an Interessenskonflikten leider wenig Hoffnung für relevante Verbesserungen.

Die Immobilienpreise, die auch mir als finanziell besser gestelltem zunehmend Kopfschütteln bereiten. Noch besitze ich keine Immobilie. Die vergangenen Jahre war ich immer wieder kurz davor etwas zur Vermietung zu kaufen, habe mich dann aber angesichts magerer Renditen und des Organisationsaufwandes bisher dagegen entschieden. Rückblickend wäre jedes dieser Investments bei den aktuellen Preissteigerungen lohnend gewesen.
Gibt es wiklich eine Blase und wo wird sie platzen? Für das kommende Jahr erwarte ich ein Abflachen des Preisanstieges, einen Crash sehe ich noch nicht kommen.

Klima und Mobilität. Ich selbst pendle zwangsweise zur Arbeit und würde bei entsprechendem Angebot unser Diesel-Fahrzeug gegen ein Elektro-Fahrzeug tauschen. Es gibt aber aktuell schlicht kein vergleichbares Fahrzeug zu einem akzeptablen Preis. Da ist meine Schmerzgrenze noch deutlich überschritten.  Spannend wird sein, ob es der deutschen Automobilidustrie gelingt in den kommenden Monaten und Jahren konkurrenzfähige Elektrofahrzeuge zu produzieren und damit diesen für Deutschland so wichtigen Industriezweig zu modernisieren.
Mein persönlicher Klima-Vorsatz für 2020 ist weniger (weit) zu fliegen als im letzten Jahr und wenn ich fliege, dann zu kompensieren.

Allen Leserinnen und Lesern danke ich für’s Vorbeischauen im vergangenen Jahr und wünsche ein glückliches Investitionshändchen im Jahr 2020!

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