Herbst Update

Ein kleines Update nach längerer Schreibabstinenz. Der August und September waren insgesamt zufriedenstellende Monate mit einem Zuwachs von 0,8 bzw. 1,4% laut Consorsbank. Der Oktober wird das vermutlich alles um ein Vielfaches wieder auffressen.
Ich konnte sowohl im August als auch im September etwas mehr beiseite legen und habe den EM-Aktien-ETF und den EM-Bond-ETF nachgekauft. Dank Portfolio-Performance habe ich mittlerweile einen tagesaktuellen Überblick über die Depotschwankungen und verlässliche Renditezahlen inklusive Gebühren und Steuern. Das Depot bleibt, wie gewünscht, sehr abhängig vom Aktienmarkt der entwickelten Länder wie die Benchmarks zeigen:

Bildschirmfoto 2018-10-18 um 19.20.54

Bildschirmfoto 2018-10-18 um 19.21.04

Portfolio Rendite seit Jahrebeginn 2018 (schwarz). Ziel eines jeden Investors sollte ja sein zumindest die Inflation zu schlagen. Nicht einmal das gelingt im Moment.

Ich hoffe die nächsten Monate etwas mehr als in den vergangenen Monaten sparen zu können. Die größte Gefahr fürs Portfolio ist man meist selbst.

porsche-3584464_1920

Mittlerweile recht preiswert und laut meiner persönlichen Glaskugel äussert wertstabil mit realistischen Chancen auf ein homöopathische Wertsteigerung.

Zwischenzeitlich hatte ich, was den Depotstand angeht, mein Jahresziel erreicht. Durch den kräftigen Abschwung im Oktober ist diese Marke jedoch längst wieder gefallen und auch die tollen Renditen sind dahin. Schön in diesem Zusammenhang zu sehen ist die stabilisierende Wirkung der Anleihen im Portfolio, die deutlich weniger verloren haben als die Aktienfonds. Gewonnen haben sie aber natürlich auch nicht.

Was steht an? Nachkäufe auf den EM-Aktien ETF. Zumindest 10% des Aktienanteils will ich erreichen, das wird noch etwas dauern. Es fällt mir nachwievor schwer, grössere Cash-Reserven aufzubauen. Meist fliest alles direkt ins Depot.

Ein neues Buch habe ich mir gegönnt: Luis Pazos „Geldanlage in REITs„. Sein Buch über Hochdividendenwerte fand ich bereits recht informativ und ich erhoffe mir sinnvollen Input für eine Kaufentscheidung. Mittelfristig sollen 5-10% Immobilienanteil im Depot realisiert werden.

41AD-T4iinL__SX322_BO1,204,203,200_

Immer wieder bin ich am Überlegen, ab welchem Betrag es Sinn macht vermehrt auf ausschüttende Fonds zu setzen. Auch Herr Pazos hält sich diesbezüglich bedeckt. Es kommt halt drauf an. Letztlich bleibt mein mittelfristiges Ziel einen Teil der monatlichen Fixkosten über Kapitalerträge zu finanzieren ohne verkaufen zu müssen. Nur, ab wann macht das Sinn, wenn man davon ausgeht, dass für den Kapitalaufbau und langfristig gesehen (d.h. 30 Jahre plus) eigentlich ein thesaurierender Aktienfonds alles schlägt.
Wann also anfangen: Ab 500€ pro Monat? Wenn man die Miete erreicht hat? Ab 1000€? Schwierig.
Im kommenden Jahr habe ich die Möglichkeit günstig  das Depot umzustrukturieren und gegebenenfalls dann vermehrt in ausschüttende Werte umzuschichten. Bis dahin bleibt noch Zeit weiter kräftig aufzustocken.
Ganz wesentlich ist das hierfür benötigte Kapital natürlich von der zu ewartenden Ausschüttungsrendite abhängig. Da macht ein Prozent hin oder her einen gewaltigen Unterschied aus. Mit meinem Anleihenanteil erreiche ich ca. 4-5% Ausschüttungsrendite vor Steuern. Aktien-ETFs auf die grossen Indizes bringen meist nur rund 1,8-2%. Werte die aktuell auch für viele Dividendeninvestoren gelten sollten. Im Immobilienanteil würde ich mit rund 4% rechnen. Durch Steuern fallen dann nochmal fast 30% weg, sodass ich grob mit 3,5% rechnen würde. Leider nicht besonders viel und wohl schon im optimistischen Bereich der Prognosen. Das macht 3500€ pro investierte 100.000€ Kapital p.a. oder knapp 300€ pro Monat. Das haut mich nicht vom Hocker.

Zur Veranschaulichung:
Um 20.000€ brutto p.a. zu generieren benötigt man bei 5% Rendite 400.000€. Um den selben Betrag bei 3,5% zu generieren sind schon rund 571.000€ notwendig. Also fast ein drittel mehr Kapital. Hier die Balance aus Risiko, langfristiger Sicherheit und Rendite zu finden ist die Herausforderung. Es bringt ja nichts einige Jahre von Traumrenditen zwischen 7% und 10% zu profitieren, um dann die Hälfte an Kapital durch Insolvenzen zu verlieren. Gleichzeitig ist die Versuchung natürlich groß, hier und da doch ein wenig mehr Risiko zu akzeptieren um Kapital zu sparen. Geduld bräuchte man.

In diesem Zusammenhang noch ein Blick auf die Jahresfinanzen. Der Oktober ist fast rum. Heute geht es nochmals kräftig auf Talfahrt an den Märkten. Gespart ist auf das Jahr gesehen bereits genug, nur Bargeld sollte noch etwas beiseite geschafft werden, obwohl sich jetzt natürlich allerbeste Nachkaufsituationen ergeben. Die Versuchung ist gross.
Ich habe mir angewöhnt recht konservative Jahresprognosen aufzustellen. Mit den erreichten Zielen entstehen dann natürlich neue, ambitioniertere Ziele, um weitere Meilensteine noch früher zu erreichen. Da fällt es gelegentlich schwer, sich adäquat über das bereits geleistete und gewonnene zu freuen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s