November Rückblick und Jahresziele

Im Depot ging es insgesamt (Achtung Clickbait) 3,79% nach unten:

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Maßgeblich dafür verantwortlich ist der Zahlungsausfall der venezuelanischen Regierung. Sobald die Grace-Period (Gnadenfrist einer Zinszahlung) von 30 Tagen verstreicht, sind die Rating-Agenturen angehalten ihr Rating auf Default, also Zahlungsausfall zu setzen. Dass wiederum drückt die Preise massiv, weil unter anderem große Investmentfonds z.B. Rentenkassen aus gutem Grund nicht mehr in diese Papiere investieren dürfen. Im Moment ist es wohl so, dass einige Zahlungen mit massiver Verspätung eintreffen. Es macht sich vorsichtiger Optimismus breit.
Beim Rest im Depot hat sich nicht viel getan, lediglich der EM-Bond litt ebenfalls im Rahmen der Venezuela Geschichte. Hier sieht man ganz plastisch was Diversifikation im Rahmen eines ETFs bedeutet. Und nebenbei den Effekt des Risikomanagements durch Positionsgröße: Obwohl eine Position um 45% nach unten gekracht ist, sackt das Depot „nur“ um knapp 4% ab. Spitze.

Für meine Aufteilung bedeutet das, dass der Aktienanteil aufgrund des Kursverfalles der Venezuela Bonds etwas zu hoch ist, und zwar bei ca. 72,5%.

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Die aktuelle 12-Monatsperformance ist auf einem historischen Tief von 7,08% (oh nein!) wohlgemerkt ohne die Ausschüttungen zu berücksichtigen.

Anfang des Monats wurden die beiden Ishares ETFs bespart. Da die Venezuela Bonds zu diesem Zeitpunkt noch vergleichsweise gut notierten wurde analog Zielquote mit ca. 3:1 MSCI World zu EMBI gekauft. Ansonsten gab es Apple Zinsen und eine kleine Ausschüttung aus dem EMBI-ETF.

Mit den Gedanken bin ich bereits bei den Jahreszielen für 2018. Meine wesentlichen Zielvorgaben (Einstandwert des Depots, Gesamtvermögen) für das Jahr 2017 sind mit dem Novembergehalt trotz Venezuela-Pleite knapp erreicht. Mein Ziel war es deutlich mehr Bargeld auf der Seite zu haben, das ging aufgrund des Autokaufes im September nicht.
Die Sparraten November und Dezember werden Anfang des neuen Jahres fürs Re-Balancing in den Anleihen-Anteil des Depots fließen.

Genauere Zahlen-Ziele für 2018 habe ich noch nicht. Mir schwebt jedoch vor einen wesentlichen Anteil (z.B. Kaltmiete) meiner monatlichen Fixkosten durch Kapitalerträge (Zinsen bzw. Dividenden). Idealerweise mit verträglichem Risiko (ca. 5% Brutto Ausschüttungsrendite) bei einem Depot-Anteil von 30-40% (höhöhö). Den Rest würde ich gerne in Aktien-ETFs belassen. Das Depotvolumen ist aber aktuell noch viel zu klein um mit kleinem Anteil und niedrigem Risiko kontinuierlich diese Beträge zu erwirtschaften. Ich bräuchte im Moment noch Ausschüttungsrenditen der Venezuela-Klasse oder gehebelte Immobilien-Kredit ETNs (sowas z.B. ), also 15-20% um dieses Ziel zu erreichen. Mit 20% Ausschüttungsrendite lassen sich im Übrigen tolle Phantasierechnungen durchführen.
Um mich bezüglich Hochzins-Investments ein wenig weiterzubilden habe ich mir das Buch von Luiz Pazos „Bargeld statt Buchgewinn“ gekauft. Vielleicht hat er ein paar sinnvolle Investmenttipps. Wahrscheinlich ist angesichts der Kursfeuerwerke der globalen Aktienmärkte im Moment ein furchtbarer Zeitpunkt für Hochzinsinvestments. Aber wer weiß das schon so genau.
Auch das Thema Steuerstundung spielt in diesem Zussammenhang eine Rolle. Beim Finanzwesir gibt’s hierzu eine spannende Diskussion mit Fallbeispiel und provokantem Titel.
Spätestens wenn die Rubel-Anleihen im März auslaufen, muss etwas Neues her. Am Ende wird es wohl einen Rendite-Risiko-Kompromiss mit 7% und noch ein paar Jahren Geduld geben.

 

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