1 Jahr Finanzblog

WordPress hat mich erinnert, heute ist Jahrestag!

Seit einem Jahr schreibe ich hier ca. 2-3 Mal im Monat meinen Senf zu Indexfonds, Aktien, Anleihen und anderen Finanzaspekten. Insgesamt sind 45 Beiträge online gegangen.
Regelmäßig gibt es hier einen Depotrückblick, den ich letztlich von meinem Broker in den Blog kopiere. Mir hilft das am Ball zu bleiben und einen kontinuierlichen Überblick zu bewahren. Die Leserinnen und Leser soll es motivieren sich mit den oben genannten Sachverhalten zu beschäftigen.

Am Anfang hofft man ja, dass die Leser in Scharen kommen, klicken und kommentieren. Der initialen Euphorie weicht rasch Ernüchterung. Denn, der große Ansturm bleibt aus. Der Markt an Finanzblogs ist mittlerweile übersättigt und die Blogs gleichen sich. Mein Respekt gilt vor allem denjenigen die es über mehrere Jahre hinweg geschafft haben sich eine eigene Community aufzubauen. Unter deren Artikel bilden sich lebhafte Diskussionen, die bereichern, auch wenn viele andere Blogger selbst einfach kommentieren um clicks abzusahnen.  Man sieht, dass in den erfolgreichen Blogs sehr sehr viel Arbeit steckt und deshalb sei ihnen der Erfolg gegönnt.
Geld werde ich mit diesem Blog, das hab ich vergangenen Jahr auch gemerkt, nicht verdienen. Ich habe schlicht nicht die Zeit und Muße einzigartigen Content im Bereich der privaten Vermögensbildung anzubieten. Es ist ja das meißte schon gesagt, nur noch nicht von jedem. Und deshalb war der nächste Schritt den Lesern zumindst einen werbefreien Blog zu bieten. Mich kostet das ca. 30€ im Jahr, das ist es mir Wert.

Trotz der initialen Ernüchterung steigen die Besucherzahlen langsam. Als frischer Blogger ist unglaublich abhängig von Referrern. Zuletzt hat mich der Finanzwesir in seinem Wochenrückblick erwähnt und der Traffic ging hier Dank meinem erneuten Einstieg in Venezuela-Anleihen durch die Decke. Neben den statischen Seiten ist dieser Artikel mit Abstand der meistgelesene.
Ich freue mich über jeden neuen Abonnenten oder Kommentar.  Es ist eben doch mehr als ein bloses Schreiben ohne Gegenleistung. Als Blogger will man Feedback, sonst könnte man ja auch einfach Notizzettel in die Schreibtischschublade stecken.

Seit gut einem Jahr verfolge ich diverse andere Finanzblogs. Die großen Dauerbrenner sind die Themen finanzielle Freiheit und passives Einkommen. Das scheint die Leute zu faszinieren: Geld fürs Nixtun. Das ist schwieriger als gedacht und zugleich unglaublich banal: Wie kann man das erreichen? Man muss viel verdienen und einen möglichst hohen Anteil seines Einkommens in möglichst lukrative Investments stecken. Das ist alles.
Das Problem ist, dass einem das Leben hier einen Strich durch die Rechnung macht. Sparraten von mehr als 70% sind für einen Bruchteil von gewöhnlichen Arbeitnehmern möglich. Brutto Renditen größer 8% p.a. sind mit auch mit einem ausgefeilten Indexfonds-Portfolio schwer zu erreichen. Und am Ende will das Finanzamt ja noch seinen Teil.
Ich möchte niemanden demotivieren, aber ohne bereits vorhandes Eigenkapital, mit einem normalem Job, normalen Sparraten und einem einfachen Indexfonds Portfolio winkt die finanzielle Freiheit nicht mit Mitte 30 sondern Anfang 60. Auch gut, aber meilenweit von dem entfernt was einem immer wieder im Internet weißgemacht werden will. Hierauf seinen Lebensentwurf auszurichten halte nicht für besonders klug.

Das Lesen andere Finanzblogs und einfach das beschäftigen mit der Materie hat mir Vertrauen in meine Strategie gegeben und führt dazu, dass ich regelmäßig investiere. Dass sich das Portfolio gut entwickelt, ist weniger meiner ausgefeilten Strategie als vielmehr der Marktsituation der vergangenen Jahre zu schulden. Und trotzdem ist es natürlich schön zu sehen, wenn Investments nach vergleichsweise kurzer Zeit weiter wachsen und Gewinne abwerfen.

 

Ein Gedanke zu “1 Jahr Finanzblog

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