1 Jahr Sparplan MSCI World ETF, Reality Check

Wie versprochen gibt’s einen kurzen Erfahrungsbericht über meinen mittlerweile 1 Jahr laufenden Sparplan auf diesen ETF:DB X-TR.MSCI WLD.IDX.1C.
Der ETF bildet synthetisch den MSCI World-Index nach, hat eine TER von 0,45%, ein Fondsvolumen von über 2 Mrd. US-Dollar und ist steuereinfach (der ETF gibt laut Bundesanzeiger keine thesaurierten Beträge an, somit werden lediglich beim Verkauf Steuerabgaben fällig). Es gibt viele günstigere ETFs die möglicherweise  „besser“ sind, selbst von db-xTrackers gibt’s einen, der mir sympathischer wäre (TER 0,19%, physisch replizierend (A1XB5U). Der war vor einem Jahr meines Wissens aber noch nicht sparplanfähig. Letzlich ist der von mir besparte ETF kein unglaublich großartiger ETF, den man erst nach stundenlanger Recherche findet, sondern einer aus dem gesunden ETF-Mainstream.

Begonnen habe ich den Sparplan aus Neugierde und er macht nachwievor einen sehr kleinen Teil meines Depots aus. Ich wollte einfach ausprobieren, ob das alles funktioniert und wie sich der Wert über einen längeren Zeitraum entwickelt (Stichwort: Cost-Average Effekt). Die monatlich investierte Summe ist nicht groß, sie liegt im unteren Taschengeldbereich eines Teenagers.
Nebenbei: Der Großteil meiner langfristig gedachten Investitionen fließt in einen anderen ETF, der ebenfalls den MSCI-World Index nachbildet (Ishares: A0RPWH; thesaurierend, steuerhässlich, TER von 0,19% und ein gigantisches Fondsvolumen von aktuell über 8 Mrd. USD).

Aber zurück zum Sparplan: Die erste Rate wurde am 2.11.2015 abgebucht. Am 1.01.2016 wurde die Sparrate um 5% erhöht, das habe ich für jedes Kalenderjahr so festgelegt. Ich konnte wählen, ob jeweils am 1. oder am 15. eines Monats per Sparplan gekauft wird und habe mich für den Monatsanfang entschieden. Zusätzliche Einzahlungen kann ich einmal im Monat zum 15. ausführen, was ich Anfang diesen Jahre auch getan habe: Als im Februar die Kurse eingebrochen sind, habe ich eine normale Sparrate am 02.02.2016 ausgeführt und zusätzlich etwa das 2,5-fache am 15.02.2016. Ansonsten lief der Sparplan stur jeden Monat mit dem selben Betrag durch.
Anfangs gab es keinen Ausgabeaufschlag durch eine Aktion der Consorsbank. Mittlerweile zahle ich die marktüblichen 1,5%.

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Kursentwicklung vom 01.11.2015 bis 01.12.2016

Nach einem Jahr steht ein Plus von 9,68 % (Stand 01.12.2016). Das entspricht aktuell etwa dem 1,5-fachen einer Sparrate. Großen Anteil hat da natürlich der günstige Nachkauf im Februar, aber auch ohne diesen wären es sicher 5-6%, Brutto wohlgemerkt. Die Möglichkeit die Sparplanrate monatlich anzupassen, schafft eine gewisse Flexibilität und kann für eine Überrendite bei günstigen Nachkäufen sorgen.

Die Take-Home-Message lautet: Einfach machen.

Mit kleinen Beträgen anfangen und dann schauen, wie es läuft und ob man sich wohl mit dem Investment fühlt.

 

3 Gedanken zu “1 Jahr Sparplan MSCI World ETF, Reality Check

  1. finanziellefreiheit schreibt:

    Bravo! Ein schöner Erfolg, der natürlich vom attraktiven Börsenumfeld begünstigt wurde.
    Insbesondere beim monatlichen Besparen einen ETF-Sparplans, macht der Cost Average Effekt Sinn, Du schreibst ja auch vom günstigen Nachkauf im Feburar 2016. Mehr zum Cost Average Effekt in folgendem Artikel: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/11/17/investieren-mit-dem-durchschnitt-der-cost-average-effekt/
    Viele Grüße,
    FF

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  2. meinkleinesdepot schreibt:

    Vielen Dank für deinen Kommentar!
    Meines Wissens ist wissenschaftlich belegt worden, dass der Cost-Average Effekt zwar gerne als vermeintlicher Rendite-Bringer angepriesen wird, es in der Vergangenheit jedoch sinnvoller war, größere Summen auf einmal zu investieren. Geld, dass nicht investiert ist bringt keine Erträge. Das gilt natürlich nur, wenn nicht direkt beim ersten Kursverfall verkauft wird. Und hier liegt das Problem: Wir gehen vom indealen Anleger aus.
    Der psychologische Effekt durch Cost-Averaging (ich verpasse nichts und mache keine schlimmen Fehler) ist in der Realität wahrscheinlich höher zu bemessen und führt wohl dazu, dass man länger investiert bleibt und so eine höhere Rendite erzielt.

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    • finanziellefreiheit schreibt:

      Genau, absolut richtig! Der Cost Average Effekt macht bei Einmalinvestments größerer Beträge rational keinen Sinn. Nur beim regelmäßgien Ansparen (monatliche, stetige Investments) funktioniert die Mathematik entsprechend. Die Situation ist mit dem Einmalinvestment allerdings nicht vergleichbar, da typischerweise der gesamte Betrag am Anfang nicht zur Verfügung steht, sondern eben erst monatlich, z.B. aus anderen Einkommensquellen gespart wird.
      Viele Grüße und happy investing,
      FF

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