Rückblick und Ausblick (2016/2017)

Der Novemberrückblick ist noch nicht mal da, der Dezemberrückblick wird erst im Januar kommen und trotzdem will ich jetzt schon eine kleine finanzielle Bilanz  für das Jahr 2016 ziehen.
Dass hat den Hintergrund, dass ich aller Vorraussicht nach mein angepeiltes Zahlen-Ziel in den nächsten Tagen erreichen werde. Ich habe dieses Jahr eine Zahl für mein Gesamtvermögen angepeilt und selbst ohne eine Sparrate im Dezember sollte ich diese, sofern kein Crash eintritt, erreichen. Die Sparrate für Dezember wird dann entweder verprasst oder in Cash deponiert. Für mein Depot wird es, neben den bereits geplanten Käufen Anfang Dezember, in diesem Jahr keine weiteren Zukäufe mehr geben.

Für das kommende Jahr habe ich mir etwas differenziertere Zahlen-Ziele gesteckt:

Eines für den Kaufwert des Depots, also letztlich direkt abhängig von meiner Sparrate. Eines für den möglichen, gewünschten Kurswert des Depots und ein Ziel für meinen Cash-Bestand.

Dieses Jahr habe ich knapp 50% meines Einkommens in Aktien/Anleihen ETFs investiert. Das sieht am Ende des Jahres sehr gut aus und ist wohl auch der Grund warum ich auf die Sparrate im Dezember nicht mehr angewiesen bin. Trotzdem war mir das manchmal zu viel und zu anstrengend. Ich rechne damit, dass mein Gehalt im nächsten Jahr etwas steigen wird und so sollte es möglich sein, den selben absoluten Bertrag jeden Monat zu sparen und etwas mehr zur freien (Konsum)-Verfügung in der Tasche zu haben. Wenn dann am Ende etwas übrig bleibt, umso besser.
Ich habe mir ein Ziel gesetzt, dass ich realistisch erreichen kann und das mich nicht kontinuierlich unter Druck setzt (das war dieses Jahr nicht der Fall, aber es soll in Zukunft etwas entspannter zugehen). Am Ende wird es wohl auf eine Sparrate zwischen 40-45% rauslaufen, immer noch ganz ok.

Der etwas aus der Luft gegriffene Depotwert setzt sich aus dem Einstandskurs und dem Gewinn zusammen. Ich peile mal ca. 5% Gesamtgewinnentwicklung an (wilder Brutto-Netto-Mix, weil die Zinsen ja netto sind, die Aktien ETFs aber nachträglich über die Steuererklärung versteuert werden müssen *kopfkratz*). Von diesen 5% sollten ca. 1,5 % an Zinsen wieder zurück ins Depot fließen und zusätzliche ca. 3,5% an Kursgewinnen am Ende des Jahres übrig bleiben. Ist alles etwas schwierig und hypothetisch, weil ich ja weiter zukaufe und eben keine Glaskugel besitze.

Eine Sache, die ich mir fest vorgenommen habe und wirklich erbarmungslos verfolgen werde, ist nicht mehr weiter an den Cash-Bestand zu gehen. Erst vor ein paar Tagen habe ich nochmal den EMBI-ETF nachgekauft. Der Kurs war relativ konstant über die letzten Monate und man denkt dann schnell, der Anleihen-ETF sei halt wie Bargeld. Also nachgekauft und zack, keine halbe Stunde später knallt mein Laptop auf den Boden. Das Teil hat jetzt eine fette Delle. Es funktioniert zwar noch alles, aber das war irgendwie ein Zeichen. Ich bin was den Umgang mit meinem Laptop angeht pedantisch und behandle ihn wie meinen Augapfel. Aber manche Dinge kann man nicht vorhersehen und gerade die unangenehmen Dinge passieren gerne im falschen Moment und dann noch synergistisch: Das heißt Handy, Kühlschrank und Auto gehen gleichzeitig kaputt. Und dann wirds halt eng.

Entgegen meiner propagierten Vermögensaufteilung befinde ich mich aktuell bei 6% Cash. Das reicht mir zwar um ruhig zu schlafen, aber es reicht nicht für Auto, Kühlschrank und Handy. Dafür muss die Reserve vielleicht auch gar nicht reichen, wachsen muss sie aber trotzdem. Deshalb gibt’s den festen Plan mindestens 10%, besser 15% Bar zu sammeln.
Ich weiß auch, dass ich es wohl nicht schaffen werde, die kommenden Monate gar nicht zu investieren, aber zumindest ein Teil der Sparrate soll nebenbei den Cash-Bestand etwas auffüllen.

Wenn all diese tollen Pläne und Berechnungen aufgehen, sollte am Ende des Jahre 2017 mein Gesamtvermögen um gut ein Fünftel gewachsen sein.

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